Bei sommerlichem Wetter, im Schatten der Bäume und direkt an der Aller hat die SPD Buchholz (Aller) am Sonntag zu einem politischen Frühschoppen an der Marina Bay in Marklendorf eingeladen. Im Mittelpunkt standen dabei weniger die großen politischen Debatten als vielmehr die Frage, was eine Gesellschaft vor Ort zusammenhält und welchen Beitrag Vereine, Ehrenamt und kommunales Engagement dazu leisten.
Über einhundert Gäste konnte Bürgermeisterin Aynur Colpan begrüßen, unter anderem den ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil sowie den SPD-Landratskandidaten Sebastian Zinke. Auch die SPD-Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl waren vor Ort und nutzten die Gelegenheit, mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen.
In ihrer Begrüßung machte Colpan deutlich, warum der gesellschaftliche Zusammenhalt bewusst in den Mittelpunkt der Veranstaltung gestellt wurde. Auch auf kommunaler Ebene sei zu spüren, dass Diskussionen schärfer und der Ton teilweise rauer würden. Gleichzeitig erlebe sie in der Gemeinde Buchholz (Aller) immer wieder, wie stark Gemeinschaft vor Ort sein könne.
„Gerade deshalb wollten wir einen Ort schaffen, an dem Menschen ganz unkompliziert zusammenkommen, miteinander sprechen und sich austauschen können. Bei allen unterschiedlichen Meinungen dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, was uns verbindet und was wir gemeinsam für unsere Gemeinde erreichen können“, so Colpan.
Daran knüpfte auch Stephan Weil in seinem Impuls an. Er hob insbesondere die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Fußballvereine, Feuerwehren, Schützenvereine und viele weitere Initiativen seien weit mehr als Freizeitangebote. Sie schafften Begegnungen, übernähmen Verantwortung und sorgten dafür, dass Gemeinschaft im Alltag tatsächlich gelebt werde.
Mit Blick auf Buchholz (Aller) verwies Weil auf die Feuerwehr, die Vereine, Verbände und das vielfältige ehrenamtliche Engagement. Es sei ausgeschlossen, dass Staat oder Politik all das ersetzen könnten, was Menschen freiwillig und mit großem persönlichen Einsatz in ihren Orten leisteten. Gerade in einer Zeit, in der Individualisierung und Vereinzelung zunähmen und viele Menschen täglich mit einer Vielzahl negativer Nachrichten konfrontiert seien, gewinne dieses Engagement zusätzlich an Bedeutung.
Weil bezeichnete diese Form des Zusammenhalts als eine besondere Stärke Niedersachsens und des Heidekreises. Entscheidend sei dabei auch das Zusammenspiel zwischen Ehrenamt, Gesellschaft und Politik: Jeder müsse seinen Beitrag leisten, zugleich müsse man gut zusammenarbeiten und Verantwortung gemeinsam tragen.
Bei Gegrilltem, kalten Getränken und Eis bot der Frühschoppen viel Gelegenheit für persönliche Gespräche und einen ungezwungenen Austausch zwischen Gästen, Kandidierenden und den anwesenden Politikerinnen und Politikern. Zum Abschluss wurde es dann doch noch ausdrücklich politisch: Stephan Weil warb mit Blick auf die Kommunalwahl im September für die SPD und sprach sich zugleich dafür aus, Aynur Colpan als Bürgermeisterin und Sebastian Zinke als Landrat zu unterstützen.
Für Aynur Colpan war der Vormittag vor allem ein Zeichen dafür, dass politische Veranstaltungen nicht immer aus Podiumsdiskussionen und langen Redebeiträgen bestehen müssen: „Mir war wichtig, dass wir miteinander ins Gespräch kommen, über Politik, aber genauso über unsere Gemeinde und das, was die Menschen hier bewegt. Dass so viele diese Einladung angenommen haben, hat gezeigt, wie groß das Interesse an Austausch und Gemeinschaft ist.“




